





|
Bilanz Notfallseelsorge - 99mal "Erste Hilfe für die Seele"

Sieben Stunden hat im vergangenen Jahr der längste, 15 Minuten der kürzeste Einsatz gedauert. Die Notfallseelsorge Kreis Bergstraße ist 2011 insgesamt 99mal alarmiert worden, heißt es in dem Jahresbericht, der bei der Teamversammlung in Heppenheim präsentiert wurde.Die Betreuung von Angehörigen nach einem Todesfall in der Familie, die Überbringung einer Todesnachricht und Suizid sind die häufigsten Aufgaben, zu denen die insgesamt 66 Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger gerufen wurden. Die Einsätze, die den Helfern mitunter auch persönlich sehr nahe gehen, werden bei Nachbesprechungen aufgearbeitet. „Das Lachen nicht zu verlieren ist besonders wichtig“, sagte die Leiterin der Notfallseelsorge, Pfarrerin Barbara Tarnow, die ab April eine sechsmonatige Auszeit nehmen wird. Sie wird in diesem Zeitraum von Pfarrerin Steffi Beckmann vertreten, die als Klinikseelsorgerin im Heppenheimer Kreiskrankenhaus tätig ist.Die Notfallseelsorge hat weiter Verstärkung bekommen. Dekanin Ulrike Scherf beauftragte bei der Teamversammlung Jörg Awischus, Pfarrer in Hirschhorn, als neuen Notfallseelsorger. Für das Team bedeutet das eine Entlastung, da die Fahrten zu Einsätzen im Neckartal für die meisten besonders zeitaufwändig sind. Bei den 99 Einsätzen im vergangenen Jahr legten die Notfallseelsorger fast 5.000 Kilometer zurück.Finanziell ist die Notfallseelsorge nach Angaben von Barbara Tarnow gut aufgestellt. Im vergangenen Jahr, als die Organisation ihr 10jähriges Jubiläum feierte, gab es mit fast 10.000 Euro ein besonders hohes Spendenaufkommen.Hedwig Böhm (Lorsch), Hannelore Göttge, Jörg Jungblut (beide Bürstadt), Ekkehart Röger (Bensheim), Michael Mauler (Fürth), Susanne Mink (Seeheim-Jugenheim), Klaus-Willi Schmidt (Pfungstadt) und Oliver Weiss (Viernheim) erhielten für zehnjährige Mitarbeit Ehrenurkunden. Ausgezeichnet für fünfjährige Mitarbeit wurden Michael Held (Bürstadt), Martin Huber, Dominik Kanka (beide Heppenheim), Ursula Horter-Weber, Hans-Peter Kohl (beide Bensheim), Carsten Schneider (Hirschberg), Edith Unrath-Dörsam (Mörlenbach) und Christa Will (Einhausen).Nach siebenjähriger Mitarbeit in der Notfallseelsorge wurde Renate Huber aus Heppenheim verabschiedet. Sie verlässt die Bergstraße und zieht nach Baden-Württemberg.
Foto: Nicht alle, die für zehn- oder fünfjährige Mitarbeit geehrt wurden, konnten bei dem Fototermin dabei sein. Dritter von rechts: der neue Notfallseelsorger Jörg Awischus. Er bekam von Dekanin Scherf (zweite von rechts) die Beauftragungsurkunde. Ganz rechts: Steffi Beckmann, die kommissarisch die Leiterin der Notfallseelsorge Barbara Tarnow (zweite von links) für sechs Monate vertreten wird.
Quelle: Haus der Kirche, Heppenheim, 17.03.2012 Foto: Annette Siegel Text: bet
nach oben
"Die langen Schatten des Krieges" - Studientag der Notfallseelsorge

Bei einem gemeinsamen Studientag in Heppenheim befassten sich die Notallseelsorge Bergstraße, Darmstadt und Odenwald mit den Kriegserfahrungen und ihren bis heute spürbaren Folgen. Dazu referierte die Kölner Journalistin und Buchautorin Sabine Bode, die intensiv über die Kriegskinder und Nachkriegskinder geforscht hat.
Es gebe in Deutschland im Grunde keine Familie, an der die NS-Zeit spurlos vorübergegangen sei. Nur fehle es an Verständnis für die Auswirkungen, betonte Sabine Bode. Die Kriegskinder – darunter fasst sie die Geburtsjahrgänge 1930 bis 1945 – hätten von Krieg allenfalls beiläufig gesprochen und die Erlebnisse von Gewalt und Elend für „normal“ erklärt. Dies habe auch Folgen für die Nachkriegskinder - die Geburtsjahrgänge ab 1946. Kriegserfahrungen werfen nach Überzeugung der Journalistin lange Schatten, die das Leben der Nachkriegsgeneration zum Teil verdunkelt hätten. „Mein Soldatenvater war mein Trainingscamp“, zitierte Sabine Bode aus dem Gespräch mit einer Frau, einem Nachkriegskind, „ich habe dadurch gelernt mich gegenüber Männern durchzusetzen, aber ich habe nie gelernt, Männern zu vertrauen.“ In anderen Familien gingen die Nachkriegskinder nicht nur auf Distanz zu ihren Eltern, sondern sie brachen den Kontakt vollständig ab.
Anhand von Einzelfällen zeigte Sabine Bode, wie groß die Sprachlosigkeit in den Familien gewesen sei. Die Kriegserfahrungen hätten weiter gewirkt und in vielen Fällen die Familienbeziehungen belastet oder zerstört. „Die Verdrängung funktionierte. Oft erst nach Jahrzehnten seien Kriegstraumata reaktiviert worden. Das kann ein Grund für Alters-Depressionen sein“, meinte die 1947 geborene Journalistin.
Kriegserfahrungen und ihre Folgen für die Nachkriegsgeneration sind auch für die Arbeit der Notfallseelsorge von Bedeutung. „Wer helfen will, sollte sich auskennen“ meinte der Leiter der Notfallseelsorge Darmstadt, Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun. Seine Odenwälder Kollegin, Pfarrerin Annette Herrmann-Winter, berichtete von einem Mann, dessen Verhalten nicht mehr als bizarr erscheine, wenn man wisse, dass ihn Kriegs-Traumata belasteten. Die Leiterin der Notfallseelsorge Bergstraße, Pfarrerin Barbara Tarnow, betonte: „Die Recherchen von Sabine Bode können die eigene Wahrnehmung und Sensibilität schärfen – auch und gerade in Notfällen.“
An dem Studientag in der Heppenheimer Christusgemeinde haben insgesamt 40 Notfallseelsorger/innen aus den Bereichen Odenwald, Darmstadt und Bergstraße teilgenommen.
Quelle: Haus der Kirche, Heppenheim Text u. Foto: bet 03.03.2012
nach oben
"Danke, dass es Euch gibt!" - Notfallseelsorge mit neuen Teammitgliedern

Die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße hat sich bei Hilfseinsätzen in Krisenfällen als unverzichtbarer Bestandteil des Rettungswesens fest etabliert. Das zeigt die Einsatzbilanz, die bei der Vollversammlung in Zotzenbach vorgestellt wurde.
Danach war die Notfallseelsorge im vergangenen Jahr genau 91mal alarmiert worden. Von Januar bis September dieses Jahres war sie bereits 66 mal im Einsatz. In den meisten Fällen leistete sie nach einer erfolglosen Reanimation, beim Überbringen einer Todesnachricht, bei Verkehrsunfällen und Suizid „erste Hilfe für die Seele“. Jeweils zwei Notfallseelsorger stehen rund um die Uhr in Rufbereitschaft. Alle Teammitglieder sind ehrenamtlich tätig.
Wegen der steigenden Anforderungen hat sich die Notfallseelsorge personell weiter verstärkt. Nach einer einwöchigen Ausbildungsphase sind Monika Bertram aus Heppenheim, Hermann Birschel aus Zotzenbach und Gisela Wasserer aus Bensheim-Auerbach neu in das rund 60-köpfige Team aufgenommen worden. In ihrer Anfangsphase werden ihnen erfahrene Teammitglieder als Paten zur Seite gestellt, die sie bei Bedarf unterstützen und beraten. Bei einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche Zotzenbach überreichten Dekanin Ulrike Scherf und Dekan Hans Georg Geilersdörfer die Beauftragungsurkunden.
Die Frau, die vom Unfalltod ihres Ehemannes erfährt oder der Vater, der seinen Sohn nach einem Suizid auffindet – bei solchen oder ähnlichen Schicksalsschlägen seien Notfallseelsorger zur Stelle. Sie könnten vermitteln, dass niemand vergessen werde, sagte Dekanin Scherf in ihrer Predigt. Beistand in seelischen Notsituationen zu leisten, sei für die Betroffenen unendlich wichtig.
Das machten in ihren Grußworten auch Margit Eckstein vom Rimbacher Gemeindevorstand, Christel Fuchs vom Evangelischen Dekanat Bergstraße und Björn Rothmüller deutlich, der in einer seltenen Personalunion am Gottesdienst teilnahm. Er spielte die Orgel und sprach ein Grußwort als Polizist. Der im Odenwald für den Erkennungsdienst tätige Beamte berichtete, wie hilfreich die Notfallseelsorge war, als er im Zusammenhang mit dem Tod eines Säuglings im Einsatz war. “Danke, dass es Euch gibt“, sagte Björn Rothmüller im Namen der Polizei.
Für sein 10jähriges ehrenamtliches Engagement in der Notfallseelsorge wurde Martin Fraune geehrt. Auszeichnungen für fünfjährige Mitarbeit erhielten Paul Endres, Margrit Jurazyk, Hans Dietrich Stolz, Ursula Horter-Weber und Irmtraud Walter.
Bild: Christa Will, NFS Text: bet Quelle: Haus der Kirche vom 11.09.2011
nach oben
"Trösten und nicht vertrösten" - 10 Jahre Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße
Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Festprogramm in der Heppenheimer Christuskirche hat die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Seit ihrer Gründung ist das Team der Notfallseelsorge zu 820 Einsätzen gerufen worden, um „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten.
Ausgehend von dem Jesus-Wort in der Bergpredigt „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“, sagte die die Starkenburger Pröpstin Karin Held, dass Trost eine Urerfahrung sei, die jeder Mensch brauche. Es sei ein Irrtum zu meinen, wir seien fähig, ohne Trost zu leben. „Viele hätten bei der Notfallseelsorge in den vergangenen zehn Jahren die Erfahrung gemacht, dass sie „Trost erfahren haben und nicht vertröstet wurden“, so Pröpstin Held in ihrer Predigt.
Dank und Anerkennung gab es vor allem für Pfarrerin Barbara Tarnow. (Foto links stehend) Sie hatte die Notfallseelsorge maßgeblich mit aufgebaut und leitet das Team bis heute. Die von ihr organisierte Ausbildung der Notfallseelsorger/innen gilt über die Kreisgrenze hinaus als vorbildlich. Die Evangelische Kirche hat für die Leitung der Notfallseelsorge eine halbe Pfarrstelle eingerichtet.
Vor zehn Jahren, am 9. Mai 2001, waren die ersten 39 Mitarbeiter/innen in der Christuskirche für den Dienst in der Notfallseelsorge beauftragt worden. Knapp die Hälfte von ihnen ist immer noch ehrenamtlich tätig. Pröpstin Held und Generalvikar Dietmar Giebelmann vom Bistum Mainz zeichneten 18 Notfallseelsorger/innen für zehnjährige Mitarbeit aus.
Zu den „Frauen und Männern der ersten Stunde“ gehören Ursula Hafenrichter, Ronny Schreiber, Barbara Tarnow, Ulrike Scherf, Waltraud Stopp, Adam Schmidt, Stephan Volk, Bernhard Deisler, Helga Leib, Harald Logins, Steffi Beckmann (Foto unten), Silke Bienhaus, Thomas Hoffmann, Hermann-Josef Herd, Katharina Gladisch, Susanne Mink, Klaus-Willi Schmidt und Elfi Roth.
Die Bergsträßern Dekanin Ulrike Scherf und ihr katholischer Amtskollege Hans-Georg Geilersdörfer vom Katholischen Dekanat Bergstraße-Ost beauftragten zudem sieben neue Mitglieder der Notfallseelsorge. Olaf Heuschmann (Lorsch), Regina Kahl (Fürth), Renatus Keller (Lorsch), Ursula Körber (Viernheim), Andrea Kronauer (Neckarsteinach), Tanja Leonhardt (Pfungstadt) und Frank Sticksel (Heppenheim) hatten sich dafür ein halbes Jahr ausbilden lassen. (Drittes Foto von oben) Mit ihnen besteht das Team Notfallseelsorge Bergstraße aus insgesamt 66 Aktiven. Es ist damit eines der größten in Hessen.
Beim anschließenden Empfang würdigte auch die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht die Arbeit der Notfallseelsorge. Sie komme im Kreis Bergstraße in der Regel nicht zu zehnjährigen Jubiläen. Das Engagement der Notfallseelsorge sei aber so wichtig und so umfangreich, dass sie dafür ausdrücklich danken möchte, betonte die SPD-Politikerin.
Der Präses des Evangelischen Dekanats Bergstraße, Axel Rothermel, hob die Belastung für die Aktiven hervor. Selbst wenn sie nicht zu Einsätzen ausrücken müssten, stünden jeden Tag Ehrenamtliche in 24stündiger Rufbereitschaft.
Beeindruckt von dem Festgottesdienst zeigte sich Gottlieb Ohl. Der Dezernent für Gefahrenabwehr im Kreis Bergstraße und Vorsitzender des Fördervereins Notfallseelsorge meinte: „Dieser Gottesdienst war eine Reha-Kur für die Seele“. Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet von Uta-Gabriele Sperling, Monika Volk, Thomas Hoffmann und Henry Spielhoff.
Grußworte zum zehnjährigen Jubiläum kamen auch vom Evangelischen Dekanat Ried, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, den benachbarten Notfallseelsorgeteams im Landkreis Odenwald und in Darmstadt und Umgebung, sowie vom Lions-Club, der Theatergruppe Blaulicht Seeheim und der Freiwilligen Feuerwehr Backhauben, die der Notfallseelsorge zum „Geburtstag“ Spenden überreichten.
Mit strapazierten Lachmuskeln hatte die Notfallseelsorge zum Abschluss ihres zehnjährigen Jubiläums zu kämpfen – beim ökumenischen Kirchenkabarett mit den Theologen Hans-Joachim Greifenstein und Thomas Klumb.
Text u. Foto: bet Quelle: Haus der Kirche vom 30.05.2011
nach oben
Notfallseelsorge feiert Jubiläum am 28.05.2011 - 10 Jahre "Erste Hilfe für die Seele"
Die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße wird zehn Jahre alt. Das Jubiläum wird am kommenden Samstag (28. Mai) in Heppenheim mit einem Festprogramm gefeiert. Dazu sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist frei
Die Feier zum zehnjährigen Bestehen beginnt um 15.00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Heppenheimer Christus-Kirche. Der Ort ist mit Bedacht gewählt „Dort wurden am 29. Mai 2001 die ersten 39 Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger für ihren Dienst beauftragt“, erinnert sich Pfarrerin Barbara Tarnow, die zum Gründungsteam gehört und die Notfallseelsorge leitet. Die Hälfte der damals Beauftragten sei heute immer noch dabei, betont Pfarrerin Tarnow. Sie werden im Gottesdienst für ihr zehnjähriges Engagement geehrt.
Der Gottesdienst wird gemeinsam von der Starkenburger Pröpstin Karin Held und dem Generalvikar Dietmar Giebelmann vom Bistum Mainz gestaltet. Dabei werden auch sieben neue Teammitglieder der Notfallseelsorge beauftragt. Im Anschluss lädt die Notfallseelsorge zu einem Empfang, einer Tombola mit attraktiven Preisen und einem Abendimbiss ein.
Mit derzeit rund 60 aktiven Mitgliedern ist die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße eine der größten in Hessen. „Dass sich so viele über so lange Zeit ehrenamtlich bei Tag und bei Nacht engagieren, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden“, meint die Bergsträßer Dekanin Ulrike Scherf. Sie selbst ist ebenfalls ehrenamtlich als Notfallseelsorgerin tätig.
Die Zahl der Einsätze hat sich von Jahr zu Jahr erhöht. Auch dies zeigt, wie wichtig die Notfallseelsorge ist. Im vergangenen Jahr wurde sie fast hundertmal gerufen. Sie steht Menschen bei, die nach einem tragischen Unglück, einem Unfall, traumatischen Erlebnissen, dem plötzlichen Tod oder Suizid eines Angehörigen den Boden unter den Füßen verloren haben.
Die Leiterin der Notfallseelsorge, Barbara Tarnow hat zum zehnjährigen Jubiläum genau nachgerechnet: „Seit 3652 Tagen und Nächten waren Frauen und Männer bereit, erste Hilfe für die Seele zu leisten“. Die Ehrenamtlichen waren für diese Aufgabe zuvor intensiv geschult worden.
Auch wenn die Notfallseelsorge in der Regel bei tragischen und traurigen Ereignissen alarmiert wird, haben die Aktiven das Lachen nicht verlernt. Das wird man am 28. Mai in der Heppenheimer Christus-Kirche hören und sehen können. Zum Abschluss des Festprogramms wird bei einem ökumenischen Kirchenkabarett mit Sicherheit herzhaft gelacht, wenn ab 19.30 Uhr die Theologen Hans-Joachim Greifenstein und Thomas Klumb die Bühne betreten.
Text u. Foto: bet Quelle: Haus der Kirche vom 25.05.2011
nach oben
nach oben
Notfallseelsorge Kreis Bergstraße: Wir fahren nach Berlin!
 - Foto: das Team der Notfallseelsorge Bergstraße kurz vor der Abfahrt nach Berlin am Mannheimer Hauptbahnhof
Vor ihrem bevorstehenden zehnjährigen Jubiläum ist die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße heute zu einem viertägigen Besuch nach Berlin aufgebrochen. Die ehrenamtlich Tätigen folgten einer Einladung der Bergsträßer Bundestagsabgeordneten Christine Lambrecht, die damit die Arbeit der Notfallseelsorge würdigen und wertschätzen will.
Die Reisegruppe besteht aus 49 Teilnehmern – darunter 27 Aktive der Notfallseelsorge sowie ihre Partnerinnen und Partner. Sie starteten gemeinsam am Montag vom Mannheimer Hauptbahnhof. In Berlin erwartet sie ein dicht gedrängtes Programm unter anderem mit Besuch des Bundestages und des Bundesrates.
Die Notfallseelsorge hat derzeit 60 aktive Mitglieder, die die tägliche Einsatzbereitschaft rund um die Uhr sicherstellen. Jeweils zwei von ihnen sind in Rufbereitschaft. „Wir werden immer häufiger angefordert. Die Zahl der Einsätze hat sich im letzen Jahr auf fast hundert erhöht“, teilte die Leiterin der Notfallseelsorge, Pfarrerin Barbara Tarnow mit. Gegenüber dem Vorjahr sei das eine Steigerung von knapp 25 Prozent. Die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger leisten seelischen Beistand und helfen den Betroffenen wieder Halt zu finden. Die Einsätze erfolgen häufig nach Unfällen, Unglücken oder traumatischen Erlebnissen.
Weitere personelle Verstärkung ist in Sicht. Sieben Personen absolvieren gerade eine Ausbildung, um „Erste Hilfe für die Seele“ leisten zu können. Sie werden am 28. Mai offiziell mit ihrem Dienst beauftragt. Das Datum ist mit Bedacht gewählt. Denn am 28. Mai feierte die Notfallseelsorge Bergstraße ihr zehnjähriges Bestehen. Nach einem Gottesdienst zum Auftakt wird es ein buntes Festprogramm geben. Die Feier findet in der Heppenheimer Christus-Gemeinde statt.
Übrigens: auch wenn sich ein großer Teil der Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger in Berlin aufhält, bleibt die Einsatzbereitschaft im Kreis Bergstraße auch in dieser Woche gesichert.
Text u. Foto: bet
Quelle: Haus der Kirche vom 04.04.2011
nach oben
Förderverein Notfallseelsorge zieht erfreuliche Bilanz - Gottlieb Ohl bleibt Vorsitzender
 - Foto: der neue Vorstanddes Fördervereins von l.n.r. vorne: Ursula Hafenrichter, Barbara Tarnow, Sabina Geiger
Bei der Mitgliederversammlung zog der Vorstand des Fördervereins Notfallseelsorge wieder eine positive Bilanz. So konnte die Mitgliederzahl seit 2008 von 26 auf 78 Mitglieder gesteigert werden.
Das Spendenaufkommen, die Mitgliedsbeitrage und die dem Verein zugedachten Bußgelder betrugen in 2010 ca. knapp 12 000 Euro. Ebenso viel wurde an die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße ausgezahlt. Damit konnten die Ausbildungskurse 2010/2011, die Navigationsgeräte für die ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger, deren Fortbildungen sowie Gemeinschaftsveranstaltungen und die anfallenden Fahrtkosten finanziert werden. Gottlieb Ohl stellte in seinem Jahresbericht klar, dass damit bereits nach drei Jahren der Förderverein, die Hälfte des Haushalt-Etats für die Notfallseelsorge trägt, bis auf die Gehaltsanteile der hauptamtlich berufenen Notfallseelsorger.
Ohl dankte den Mitgliedern des Vorstandes, besonders seinem Stellvertreter Hans Dieter Stolz für die hervorragende Arbeit der vergangenen drei Jahre und betonte, dass die erzielten guten Ergebnisse, durch eine erstklassige Teamarbeit zustande gekommen sind.
Heinz Peter Schneider stellte einen ausgeglichenen Kassenstand vor und der wurde von den Prüfern auch ohne Beanstandungen abgesegnet. Schriftführerin Sabina Geiger legte der Versammlung einen detaillierten Bericht über die Zusammensetzung der 78 Mitglieder vor: So sind neben 55 Privatpersonen noch 9 Gemeinden, 6 Städte, der Kreis Bergstraße, 3 Vereine und 4 Kirchengemeinden dem Förderverein beigetreten. Sie ist sich sicher, dass durch eine gezielte Ansprache der Menschen nach Gottesdiensten die gewünschte Anzahl von 100 Mitgliedern in der nächsten dreijährigen Arbeitsperiode des neu zu wählenden Vorstandes erreicht werden kann. Der Wirtschaftplan wurde mit insgesamt 2200 Euro von der Versammlung genehmigt.
Pfarrerin Barbara Tarnow stellte die Arbeit der Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger im Jahr 2010 dar. Zu Zeit stehen 60 aktive Notfallseelsorger (30 Frauen und 30 Männer)an 365 Tagen jeweils 24 Stunden den Menschen bei Ihren Nöten im Kreis Bergstraße zu Seite, wenn sie gebraucht werden. Im Moment werden 7 weitere Personen ausgebildet und ab Juni 2011 das Team verstärken.
2010 wurden 91 Notfalleinsätze und 2 Einsätze für Helferinnen und Helfer im Rahmen der Hilfe “ Stressbewältigung nach belastendem Einsatz“ geleistet. Davon sind 76 Einsätze im häuslichen und 15 im außerhäuslichen Bereich (56 in der Tagschicht und 35 in der Nachtschicht) durchgeführt worden. Die Einsatzdauer lag zwischen 15 Minuten bis über 9 Stunden. Betreut wurden insgesamt 177 Frauen und 148 Männer.Pfarrerin Tarnow bedankte sich nochmals für die übergebenen Navigationsgeräte „ Die durch den Förderverein angeschafften Navigationsgeräte sind eine große Hilfe!“
Ein wichtiges Vorhaben wurde ebenfalls von ihr angekündigt: Die Feier des 10jährigen Bestehens am 28. Mai 2011. Nach der Entlastung des Vorstandes standen die satzungsgemäßen Neuwahlen an. Alter und neuer Vorsitzender ist weiterhin Gottlieb Ohl, sein Stellvertreter bleibt Hans Dieter Stolz, die Finanzen sind bei Heinz Peter Schneider in den nächsten drei Jahren in besten Händen und die geschäftlichen Angelegenheiten wird Sabina Geiger als wiedergewählte Schriftführerin regeln. Pfarrerin Barbara Tarnow und Ursula Hafenrichter werden weitern hin als berufene Beisitzer seitens des evangelischen Dekanats Bergstraße und des Arbeitskreises Notfallseelsorge im Vorstand mitwirken.
Gottlieb Ohl bedankte sich für das Vertrauen und versprach für die nächsten drei Jahre, zusammen mit seinen Vorstandskolleginnen und Kollegen nach besten Kräften für die Sicherstellung der finanziellen Tagesobliegenheiten der Notfallseelsorge zu arbeiten. Sein Appell alle: „Helfen Sie mit, neue Mitglieder zu werden.“
Text und Foto: Förderverein Notfall-Seelsorge
Quelle: Haus der Kirche vom 23.03.2011
nach oben
Wer leistet Erste Hilfe für die Seele? - Neuer Ausbildungskurs der Notfallseelsorge

Die Notfallseelsorge wird zunehmend gefordert und damit steigt auch der Bedarf an weiteren Mitarbeitenden. Der Arbeitskreis Notfallseelsorge startet deshalb einen neuen Ausbildungskurs. Interessenten sollten sich bis zum 8. Oktober melden.
Im vergangenen Jahr hatte die Rettungsleitstelle die Notfallseelsorge rund hundertmal alarmiert. In akuten Krisen leisten die Mitarbeitenden der Notfallseelsorge Erste Hilfe für die Seele. “Durch Zuwendung, Begleitung und Beratung helfen sie in einer Schocksituation über die ersten schrecklichen Stunden hinweg. Sie haben Zeit für die Betroffenen bei unvorhersehbaren Ereignissen wie Unfällen, plötzlichen Erkrankungen oder Todesfällen, “ sagt die Leiterin der Notfallseelsorge Bergstraße Barbara Tarnow.
Der neue Ausbildungskurs, der gemeinsam mit der Notfallseelsorge Odenwald angeboten wird, bietet Informationen und Übungen z. B. über die Zusammenarbeit mit den Hilfsdiensten, zur Gesprächsführung, Psyche und Verhalten sowie religiösen Riten. Er wird von einem Team mit unterschiedlichen Professionen verantwortet. Gesucht werden Frauen und Männer, die Menschen in seelischer Not begleiten möchten, die offen und tolerant sind und regelmäßige Dienste in einem ehrenamtlichen Team übernehmen können.
Der Ausbildungskurs beginnt am 13. November. Nach insgesamt neun Ausbildungseinheiten wird der Kurs im Mai nächsten Jahres abgeschlossen. Interessenten melden sich bitte für ein Vorgespräch bei:
Pfarrerin Barbara Tarnow Tel.: 06252 / 673354 oder 06257/ 63173
Weitere Infos zum Ausbildungskurs per PDF
Quelle: Haus der Kirche, Heppenheim Text und Foto: bet
nach oben
Mehr Leben in den Gärten der Seele" - Die Notfallseelsorge Bergstraße auf der Landesgartenschau

„Mehr leben in den Gärten der Seele“ – unter diesem Motto präsentierte sich das Zentrum Seelsorge und Beratung der EKHN (ZSB) in Friedberg (stellvertretend für das Handlungsfeld Seelsorge) an der evangelischen Standpräsenz „Lichtkirche“ der EKHN auf der Landesgartenschau 2010 in Bad Nauheim. An zwei Wochenenden beteiligten sich auch Notfallseelsorger/innen der Regionalgruppe Bergstraße mit jeweils einem Tag am Standdienst und an der Gestaltung von „Mittagsgedanken“ und „Reisesegen“.
Bei strahlend blauem Himmel trafen sich am vergangenen Samstag (21.8.) Barbara Tarnow, Dr. Ursula Horter-Weber und Annette Siegel mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus Wiesbaden an der Lichtkirche im Goldsteinpark, um dort letzte Absprachen und Vorbereitungen für den Tag zu treffen. Mit insgesamt 7 NFS-MitarbeiterInnen unterstützte sie das (zum größten Teil ehrenamtliche) Team der Lichtkirche.
Während des Standdienstes an diesem Samstag gab es am Stand der NFS immer wieder Gelegenheit, mit BesuchrInnen der Landesgartenschau ins Gespräch zu kommen. Auch bei Ründgängen über das Ausstellungsgelände wurden die Notfallseelsorgerinnen in ihren auffälligen blau-grauen Jacken angesprochen. Das geistige Wort bei Mittagsgedanken und Reisesegen sprach Pfr. Eberhard Hoppe der NFS Herborn-Lahn-Dill-Kreis.
Foto von links n. rechts: Dr. Ursula Horter-Weber, Barbara Tarnow, Annette Siegel Text: A.S. Foto: Ev. Dekanat Bergstraße
nach oben
Navis für die Notfallseelsorge - Förderverein mit erfolgreicher Bilanz

Es werden immer mehr, die sich zugunsten der Notfallseelsorge engagieren. Die Mitgliederzahl des Fördervereins Notfallseelsorge Bergstraße e.V. ist beachtlich gewachsen.
Bei Gründung im September 2008 waren es 26 Mitglieder, jetzt sind es bereits 70, berichtete der Vorsitzende des Fördervereins, Gottlieb Ohl bei der Mitgliederversammlung. Neben Privatpersonen haben sich auch Kirchengemeinden und Kommunen dem Förderverein angeschlossen.
Mit 7.200 Euro fiel im vergangenen Jahr auch das Spendenaufkommen deutlich höher aus als erwartet. Die Notfallseelsorge wurde mit 6.550 Euro unterstützt. Damit wurden unter anderem ein Ausbildungskurs für neue Notfallseelsorger/innen finanziert sowie Einsatzjacken und Fortbildungen.
Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, Navigationsgeräte anzuschaffen, damit die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger zu jeder Zeit und bei jedem Wetter schnell und sicher zu ihren Einsatzorten kommen. In diesem Jahr konnten dank einer Großspende bereits 45 Geräte angeschafft werden.
Koordiniert wird der Einsatz der insgesamt 64 Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger im Kreis Bergstraße von Pfarrerin Barbara Tarnow. Sie ist auch für die Ausbildung der ehrenamtlich arbeitenden Einsatzkräfte zuständig. Der Fördererverein freut sich über jedes neue Mitglied.
Foto: Gottlieb Ohl mit Pfarrerin Barbara Tarnow Quelle: Haus der Kirche, Heppenheim Text u. Foto: bet 11.05.2010
nach oben
Sie sollen Tränen zu Perlen machen

Fürth. Das Team der Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße erhält Verstärkung. Annette Siegel, Verwaltungsfachkraft im Haus der Kirche in Heppenheim, und Pfarrerin Uta Voll aus Lorsch nahmen an einem Ausbildungskurs in Friedberg teil und wurden von Dekanin Scherf in einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche von Fürth für ihren ehrenamtlichen Dienst beauftragt.
Urkunden überreicht Dekan Geilersdörfer überreichte Pastoralreferent Hans-Peter Kohl (Bensheim) und Konrad Eisenhauer (Heppenheim) Urkunden über die Verlängerung ihrer Aufgabe. Pfarrerin Tarnow, die Leiterin der Notfallseelsorge verglich in der Predigt die gesammelte Lebenserfahrung, die neben der Ausbildung zur Mitarbeit in der Notfallseelsorge qualifiziert mit der Fähigkeit der Muschel, ein Sandkorn, das ihr große Schmerzen zufügt, in einem langen Prozess in Perlen zu verwandeln. Auch für die Menschen, die durch ein Unglück, einen Suizid oder plötzlichen Tod betroffen sind und denen Notfallseelsorger beistehen, drückte sie ihre Hoffnung aus, dass sich deren Tränen eines Tages ebenfalls in "Perlen" verwandeln.
Quelle: Internetausgabe Weinheimer Nachrichten / Odenwälder Zeitung 28. April 2010
nach oben
Plakat-Aktion "Wir sind viele" - 62 Notfallseelsorger/innen im Kreis Bergstraße

In keinem anderen Landkreis gibt es so viele Aktive in der Notfallseelsorge wie im Kreis Bergstraße. Morgen werden zwei weitere Notfallseelsorgerinnen beauftragt, so dass es dann insgesamt 62 Ehrenamtliche sind, die für Einsätze zur Verfügung stehen.
Die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger stehen bereit, wenn Menschen einen Schicksalsschlag verkraften müssen. Sie betreuen zum Beispiel die Angehörigen von Unfallopfern, bei Suizid(versuchen) oder sie überbringen Todesnachrichten. „Wir möchten Menschen in die Lage versetzen, dass sie wieder Boden unter die Füße bekommen. Es geht um Erste Hilfe für die Seele“, meint die Koordinatorin für die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße, Pfarrerin Barbara Tarnow. „Erste Hilfe für die Seele“ steht auch als Motto auf Plakaten sowie auf Postkarten, mit denen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) derzeit auf die Arbeit der Notfallseelsorge aufmerksam macht. Die EKHN hat insgesamt 601 Notfallseelsorger/innen beauftragt. Weitere Beauftragungen wurden von der katholischen Kirche und von Rettungsdiensten ausgesprochen.
Im vergangenen Jahr war die Notfallseelsorge insgesamt 97mal im Kreis Bergstraße im Einsatz – so häufig wie nie zuvor. Sie ist täglich rund um die Uhr erreichbar. Jeweils zwei Personen sind in Rufbereitschaft. Die Notfallseelsorge arbeitet eng mit der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten zusammen.
Alle Aktiven arbeiten ehrenamtlich. Sie werden auf ihre Tätigkeit umfangreich vorbereitet und geschult. Die Ausbildung abgeschlossen haben gerade Annette Siegel aus Heppenheim und Uta Voll aus Bensheim (Foto links). Beide werden am Freitag (23.4.) in der evangelischen Kirche in Fürth offiziell mit dem Dienst beauftragt. Der Gottesdienst beginnt um 18.00 Uhr.
Quelle: Haus der Kirche, Heppenheim Text und Foto: bet 22. April 2010
nach oben
Vollversammlung Notfallseelsorge - Fast 100 Einsätze im vergangenen Jahr
Die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße hat eine erfolgreiche Bilanz ihrer Arbeit im vergangenen Jahr gezogen. Sie war nach eigenen Angaben zu 97 Einsätzen gerufen worden.
Das sei eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 74 Einsätzen, erklärte die Koordinatorin für Notfallseelsorge, Pfarrerin Barbara Tarnow bei der Vollversammlung in Lorsch. Neben der Tätigkeit bei Notfällen unterstützt die Notfallseelsorge die Rettungskräfte auch bei der Stressbearbeitung nach belastenden Einsätzen.
Fünf Notfallseelsorger wurden am Rande der Vollversammlung für ihre außergewöhnlich hohe Einsatzbereitschaft geehrt. Harald Logins (Viernheim) und Andrea Schwarz (Lorsch) waren im vergangenen Jahr jeweils 17mal zu Notfällen gerufen worden, Ursula Horter-Weber (Bensheim) kam auf 15 Einsätze, Wolfgang Frister (Lorsch) und Hans-Dietrich Stolz (Pfungstadt) auf jeweils 11. Insgesamt war die Notfallseelsorge genau 259 Stunden und 5 Minuten im Einsatz. Die Ehrenamtlichen, die für ihre Tätigkeit geschult und ausgebildet worden sind, überbringen zum Beispiel Todesnachrichten, betreuen Angehörige von Unfallopfern, nach erfolgloser Reanimation oder bei Suizid. Zu den besonderen Einsätzen gehörte der Fall des Bombenlegers von Viernheim, als die Notfallseelsorge in wechselnden Schichten vor Ort war.
Wie stark die Notfallseelsorge auf Spenden und Zuwendungen angewiesen ist, machte Harald Logins bei der Haushaltsbilanz deutlich. Rund 21.500 Euro habe im vergangenen Jahr die Arbeit der Notfallseelsorge gekostet. Dafür hätten die Zuweisungen der evangelischen und katholischen Kirche, die Gottesdienstkollekten, die Spenden und die Unterstützung des Fördervereins nicht ganz ausgereicht. Knapp 1.700 Euro habe die Notfallseelsorge aus ihren Rücklagen nehmen müssen. Einen Teil der Kosten finanzieren die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger sogar selbst. Sie waren laut Jahresbilanz insgesamt 5084 Kilometer mit ihren privaten Autos zu Einsätzen unterwegs. Viele verzichten auf die Erstattung der Fahrtkosten und spenden den Betrag der Notfallseelsorge. Zur Vollversammlung der Notfallseelsorge spendete der Lions-Club Darmstadt 1.000 Euro.
Für fünf Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Notfallseelsorge wurden Gerlinde Bammert (Heppenheim), Wolfgang Frister (Lorsch), Renate Huber (Heppenheim), Friederike Jansohn (Seeheim-Jugenheim), Astrid Münch (Heppenheim) und Hans-Dietrich Stolz (Pfungstadt) ausgezeichnet.
Die Notfallseelsorge ist täglich rund um die Uhr in Rufbereitschaft. Dafür stehen im Kreis Bergstraße derzeit insgesamt 60 Ehrenamtliche zur Verfügung – jeweils zur Hälfte Frauen und Männer.
Foto von links n. rechts: Astrid Münch, Gerlinde Bammert, Wolfgang Frister, Renate Huber und Friederike Jansohn, die für fünfjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Notfallseelsorger/innen ausgezeichnet wurden. Nicht auf dem Bild aber ebenfalls ausgezeichnet: Hans-Dietrich Stolz
Quelle: Haus der Kirche, Heppenheim Text und Foto: bet 20. März 2010
nach oben
|
| |