„Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben“. Die tiefe Wahrheit dieses Wortes müssen Tag für Tag Menschen erfahren. Ein plötzlicher Tod, ein schwerer Unfall, ein Suizid lässt sie die Endlichkeit unseres Lebens erfahren.
Als wäre ich versteinert, steh ich da, den Blick auf den Boden, erstarrt und verstummt. Warum? Der Tod kommt mitten im Leben. Es braucht so viele Tränen zum Steine erweichen.
Mitarbeitende der Notfallseelsorge nehmen sich Zeit, hören zu, halten Schmerz und Traurigkeit mit aus. Sie leisten „Erste Hilfe für die Seele“. Oft ermöglichen sie einen würdigen Abschied von den Verstorbenen und geben Hinweise auf Trauergruppen und Beratungsstellen. So helfen sie Angehörigen, die ersten schweren Schritte auf dem Weg durch die Trauer zu gehen.
Steine sind nicht kalt. Sie speichern die Wärme, sie geben festen Boden unter die Füße, und wenn sie vom Herzen fallen, gibt es wieder Platz für Leben, Lachen und Liebe.
Die Notfallseelsorge arbeitet eng mit Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr zusammen. Über die Leitstelle in Heppenheim kann ein Team der Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße rund um die Uhr alarmiert werden, Je zwei Mitarbeitende sind 365 Tage im Jahr einsatzbereit.
Manchmal sind wir alle Bausteine und können miteinander Häuser bauen, Brücken schlagen oder sogar Kirchen errichten: Stein für Stein für Stein. Auch auf dem steinigsten Weg liegen Grundsteine für ein anderes Leben.